Pressestimmen

Mörderisch: "Zum Henker mit den Henks" bei der Pelkumer Spielbühne

Von: Ralf Grote / Sabine Begett (Fotos)

Es ist zwar schon relativ spät am Tag, aber dem Verfasser dieser Zeilen ist es mehr als wichtig, Euch von seinem Glück zu berichten. Er ist nämlich soeben – LEBEND – aus der aktuellen Aufführung der Pelkumer Spielbühne gekommen, und das können am heutigen Abend – zumindest von der Spielschar – nur einige wenige von sich behaupten. „Zum Henker mit den Henks“ heißt der Comedy-Thriller von Norman Robbins, der nur noch einmal, nämlich am Freitag, 9. Mai, um 19.00 Uhr in der der Aula der Waldorfschule am Kobbenkamp 23 in 59077 Hamm von der Pelkumer Spielbühne aufgeführt wird. Wenn Ihr einen mörderisch-lustigen Abend erleben möchtet, solltet Ihr Euch noch fix auf den Weg machen.

Foto: „Putz-Boy“ Vernon (gespielt von Simon Stragies)

„Putz-Boy“ Vernon (gespielt von Simon Stragies)

Foto: Seine etwas tollpatschige Kollegin Edna (Ronja Wiese)

Seine etwas tollpatschige Kollegin Edna (Ronja Wiese)

Foto: Rechtsanwalt Mortimer Crayle (gespielt von Taoufik Moumina)

Rechtsanwalt Mortimer Crayle (gespielt von Taoufik Moumina)

Foto: Athene und Augustus Henk (Christel Dupke und Friedrich Kersting)

Athene und Augustus Henk (Christel Dupke und Friedrich Kersting)

Foto: Und dann auch noch ein Clown namens Larry (Erkan Kücük)

Und dann auch noch ein Clown namens Larry (Erkan Kücük)

Foto: Athene in Aktion

Athene in Aktion

Foto: Henrietta Henk, herrlich dargestellt von Hilde Sohn

Henrietta Henk, herrlich dargestellt von Hilde Sohn

Foto: "Die Aura"... Octavia Henk (Melanie Brandes)

"Die Aura"... Octavia Henk (Melanie Brandes)

Foto: Zwielichtig: Sekretärin Zoe Mapleton (Alina Pucher)

Zwielichtig: Sekretärin Zoe Mapleton (Alina Pucher)

Foto: Fabia Henk (Davina Della Corte) hat ein Auge auf Larry (Erkan Kücük) geworfen

Fabia Henk (Davina Della Corte) hat ein Auge auf Larry (Erkan Kücük) geworfen

Unter der Regie von Matthias Brandes erwartet Euch ein knapp dreistündiger, aber immer kurzweiliger Abend (einschl. einer viertelstündigen Pause). Toll, was diese „Feierabend-Schauspieltruppe“ (und das ist überhaupt nicht abwertend gemeint) dem Publikum bietet. Mit viel Engagement, Spielfreude und jeder Menge Theaterblut nimmt Euch die illustre Spielschar mit in das gruselige, abseits im Moor liegende Monument House, dem Stammsitz der Familie Henk. Doch die ersten Szenen des Stücks sind eher schrill und bunt. Dafür sorgen „Putz-Boy“ Vernon (gespielt von Simon Stragies) und seine etwas tollpatschige Kollegin Edna (Ronja Wiese). Beide tragen das gleiche Dienstmädchen-Outfit, aber Vernon sichert sich durch seine poppigen Leggins die Blicke der Zuschauer und setzt mit einer Prise Lavendel-Spray eine erste Duftnote.

Rechtsanwalt Mortimer Crayle (gespielt von Taoufik Moumina) und seine Sekretärin Zoe Mapleton (Alina Pucher) haben die restlichen Familienmitglieder der Henks zur Testamentseröffnung geladen… und sie kommen alle: die zunächst liebenswürdige Athene (Christel Dupke), die herrlich derbe Henrietta (Hilde Sohn), die etwas verpeilte und mystische Octavia (Melanie Brandes), die mannstolle Blondine Fabia (Davina Della Corte) und der letzte männliche Henk Augustus (Friedrich Kersting).

Je länger der Abend, desto deutlicher wird klar: Diese Henks haben es faustdick hinter den Ohren. Seit Jahrhunderten geht die Familie einem eher seltenen Hobby nach: Meuchelmord… in allen Varianten, und davon gibt es eine Menge. Den Zuschauern wird aber ziemlich schnell klar, dass man auch dem Rechtsanwalt und seiner Sekretärin nicht unbedingt trauen sollte. Sind die beiden etwa auch am Erbe der Henks interessiert? Und wer ist die 97-jährige Henk, die nicht zu diesem Termin eingeladen wurde. Schließlich taucht auch noch ein Clown auf. Was im ersten Augenblick wie eine McDonald-Werbepause (Ihr wisst schon, die mit Ronald McDonald…) anmutet, bringt kurz darauf Larry, der von Erkan Kücük dargestellt wird, ans Licht. Sieht man einmal von der durchgehend schrillen, leicht angewärmten Rolle von Simon Stragies als Vernon ab, verbucht Erkan Kücük während der Vorführung die meisten Kostümwechsel. Welche, sei hier nicht verraten, aber diese Anblicke sollte Ihr Euch nicht entgehen lassen. Um Euch die Spannung nicht zu nehmen, behalte ich auch für mich, wer und wie viele im Laufe des Abends das Zeitliche segnen. Nur so viel… vor der Pause bleibt es noch überschaubar, dann aber laufen die Henks zur Höchstform auf.

Nur vier Vorstellungen von „Zum Henker mit den Henks“ zeigt die Pelkumer Spielbühne. Schade eigentlich bei dem ganzen Aufwand der Proben, dem Bühnenbau, der Technikabstimmung, aber man darf nicht vergessen, jeder, der hier vor, auf und hinter der Bühne beschäftigt ist, macht das ehrenamtlich und aus Freude am Theaterspielen. Die Pelkumer Spielbühne gibt es bereits seit 1957. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich sie mit der heutigen Vorstellung erst dreimal gesehen habe. Späteinsteiger bzw. Spätentdecker sozusagen, aber seitdem auch Stammgast, denn wenn diese Truppe auf der Bühne steht, macht sie das vor allen Dingen, um Euch zu unterhalten. Durch Euren Besuch und Beifall motiviert Ihr die Pelkumer Spielbühne, auch künftig für Euch zwei verschiedene Stücke im Jahr in der Aula am Kobbenskamp aufzuführen.

Fazit: 
Es war ein „Mörder-Abend“. Selten war Sterben unterhaltsamer. Und günstig ist es auch, für 7 € verlebt Ihr spannende Momente.

Letzte Vorführung von „Zum Henker mit den Henks“:
Freitag, 9. Mai, 19.00 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr) in der Aula der Waldorfschule, Kobbenkamp 23, 59077 Hamm

 

Fotogalerie von Sabine Begett


PS:
Solltet Ihr im Text bekannte Namen gelesen haben und überlegen, wo Ihr diese schon einmal gehört habt: Melanie Brandes, Alina Pucher, Erkan Kücük, Simon Stragies und Matthias Brandes sind allesamt Mitglieder der Radio Runde Hamm und natürlich auch in unserem Programm zu hören.

 

 

 

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Aufführungsort:

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